Die Tränendrüse kann von einer Vielzahl neoplastischer, infektiöser und autoimmunologischer
Erkrankungen betroffen sein. Eine radiologische Charakterisierung der Veränderungen
kann Hinweise für die differenzialdiagnostische Einordnung liefern. Erkrankungen der
ableitenden Tränenwege, insbesondere Tränenwegsverschlüsse, verursachen durch dauerhaftes
Tränenträufeln häufig einen ausgeprägten Leidensdruck. Auch hier können radiologische
Verfahren die Einleitung einer adäquaten Therapie in interdisziplinärer Zusammenarbeit
leiten bzw. durch minimalinvasive interventionell-radiologische Methoden (z. B. Ballon-Dakryozystoplastie)
das Spektrum der Therapieoptionen erweitern.